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5月16日 Einmal mehr vor der Natur auf die Knie gefallen.Zwangsläufig, um ein Foto dieser Pusteblume zu erhalten.
Dabei wenig wissend über diese Pflanze, an der man die meiste Zeit vorbeigeht, wenn sich nicht gerade die Kinder mit den "Fallschirmchen" beschäftigen oder man mühsam versucht, den braunen Saft von den Kinderhänden zu schrubben.
Diese ausdauernde Pflanze mit ihren hohen Blütenstengeln und ihrer bis 1 m langen Pfahlwurzel hat neben ihrem Nutzen als Bienenweide durch ihre Inhaltsstoffe vielerlei Verwendung erfahren.
Die gelben Blüten nimmt man zur Herstellung eines honigähnlichen Sirups als Brotaufstrich, die jungen Blätter dienen als Salat. In der Nachkriegszeit hat man die Wurzeln getrocknet und zur Herstellung eines Ersatzkaffees verwendet. (Zichorienwurzelersatz).
Den Milchsaft verwendete man früher zur Behandlung von Augenkrankheiten und zur Behandlung von Warzen. In der Volksheilkunde wird er zur so genannten Blutreinigung, bei rheumatischen Erkrankungen und zu deren Vorbeugung, bei Gicht, Ekzemen und Lebererkrankungen angewendet.
Heutzutage wird die Pflanze auch zur Aktivierung des Stoffwechsels verwandt. Sie regt die Bildung von Magensaft und Galle an und fördert die Ausscheidung über Leber und Niere.
Und wenn schon keinen Kniefall - eine Beachtung ist der Löwenzahn auf jeden Fall wert.
5月10日 Der Lohn des FrühaufstehersSamstag vor Pfingsten, 5:00. Das zarte Rot am morgendlichen Himmel verheißt einen zauberhaften Morgen. Also aus dem Bett, einen Cappuccino auf den Weg, die Kamera ins Auto und los. Wenn sich der Morgen traumhaft ankündigt, sollte man ihn auch dort genießen, wo man träumen kann. Auf dem Weg zu meinem Ziel fahre ich ein Stück der Zwickauer Mulde entlang, die sich um diese Zeit noch versteckt. Nebelschwaden in einer gerade erwachenden Landschaft. Verhaltenes Zwitschern in allen Bäumen, Morgentau überall.
Angekommen am Bieserner See, einer ehemaligen Sandgrube, die inzwischen zum Refugium für Wasservögel, Rehe, Hasen und vielerlei anderes Getier geworden ist, zeigt sich der ganze Zauber, der hier nicht jeden Tag und auch nicht zu jeder Zeit zu sehen ist.
Über dem morgendlichen Treiben der Haubentaucher, Bläßhühner und Enten, die bereits mit ihren Jungen beschäftigt sind, liegt noch der Nebel, der bald der aufgehenden Sonne weichen wird. Ein Szenario wie in fernen Gefilden, wäre nicht die nahe vorbeiführende Bundesstraße, meinte man sich irgendwo in Finnland oder Kanada.
Eine halbe Stunde später erklimmt der Feuerball die Baumkronen, die gleich einem schützenden Wall rund um den See stehen und taucht alles in gleißendes Gold. Man steht geblendet am Ufer, hält fast den Atem an und ist fasziniert vom Spiel der Farben. Dort, wo die Sonne schon auf das Wasser trifft, steigt die erwärmte Luft bereits nach oben, zieht aus allen Richtungen des Sees die Nebelschwaden mit sich. Alles strömt zu dieser ersten warmen Luftsäule, um sich emporzuheben.
Zwei Stunden später ist der Zauber schon verflogen, der Nebel ist fast weg, Fahrzeuglärm als permanentes Hintergrundgeräusch, der Parkplatz am See füllt sich langsam mit Autos. Es wird Zeit zu gehen. Tagsüber werden hier Scharen von Menschen um den See spazieren, werden rastend und lagernd ihren Müll verbreiten und spätabends den See und seine Bewohner endlich wieder in Ruhe lassen.
Ich nehme den Zauber mit und fahre ein Stück reicher nach Hause. Bis zum nächsten Mal ;) |
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